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Die Stadt ist unser Forschungsfeld. Seit dem Jahr 2004 forschen am Center for Metropolitan Studies (CMS) an der TU Berlin junge und erfahrene WissenschaftlerInnen gemeinsam in Forschungsprojekten, dem MA Studiengang „Historische Urbanistik“ und dem Transatlantischen Graduiertenkolleg zu historischen Entwicklungen und aktuellen Fragestellungen der Metropole. mehr zu:

Workshop: Urbanisierung im 20. Jahrhundert

Am 31. Mai und 1. Juni 2012 findet der vom Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, dem Center for Metropolitan Studies und der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung gemeinsam veranstaltete Workshop "Urbanisierung im 20. Jahrhundert" statt:


Begriff und grundlegende Prozesse der Urbanisierung sind für das 20. Jahrhundert längst nicht in gleichem Maß von der Forschung aufgearbeitet worden wie für frühere Epochen, obwohl die Urbanisierung global dramatisch voranschritt und weiter anhält. Das ist umso verwunderlicher, als der Begriff für die neuere stadtgeschichtliche Forschung und einzelne ihrer Institutionen von zentraler Bedeutung ist.

Doch haben offensichtlich der Formwandel des Verstädterungsprozesses in Europa nach 1918 und die mit der Ausblendung kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Züge verbundene Verengung des Urbanisierungsbegriffs auf siedlungsstrukturelle Transformationen verhindert, dass er für das 20. Jahrhundert ähnlich breit entfaltet und empirisch untersetzt wurde wie für das 19. Jahrhundert.

Für eine Beschäftigung mit dem Konzept sprechen neben der anhaltenden globalen Dynamik der Urbanisierung auch die Brisanz jüngerer Entwicklungen wie z.B. von „Schrumpfungsprozessen“ und verstärkter räumlicher Disparitätenbildungen sowie die Notwendigkeit einer Integration von kulturgeschichtlich-habituellen Dimensionen in das Konzept.

Der Workshop fokussiert auf theoretische und konzeptionelle Fragen, zielt auf eine Bestandsaufnahme der Forschungsdiskussion ab und will fruchtbare neue Perspektiven eröffnen. Er führt etablierte und jüngere Forscher zusammen und bezieht disziplinübergreifende und internationale Debatten ein.


Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf dem Flyer (PDF, 592,6 KB)

Neues Internationales Graduiertenkolleg Berlin – New York – Toronto am CMS

„Die Welt in der Stadt: Metropolitanität und Globalisierung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ lautet der Titel des gerade von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligten international sowie interdisziplinär ausgerichteten Graduiertenkollegs, welches seinen Sitz an der Technischen Universität Berlin (Sprecherin Prof. Dr. Dorothee Brantz; Co-Sprecher Prof. Dr. Alexander Nützenadel, HU Berlin) hat.  Das Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten in Berlin (TU, FU, HU Berlin), New York (Columbia University, Fordham University, New York University, The City University of New York) und Toronto (University of Toronto, York University) wird ab Frühjahr 2012 in einem ersten Dreijahreszyklus 12 Stipendiaten und zwei Postdocs aufnehmen, um den Dialog zwischen der Geschichtswissenschaft und der interdisziplinären Stadtforschung zu vertiefen: Während Stadtforscher Globalisierung hauptsächlich als zeitgenössisches Phänomen auffassen, haben diejenigen Historiker, die sich mit den längerfristigen Prozessen der Globalisierung beschäftigen, noch kaum die spezifische Rolle von Städten in den Blick genommen. Das Kolleg möchte diese Forschungslücke schließen und in insgesamt vier Themenfeldern (Architektur und Städtebau; Migration und Mobilität; Wissen und Kommunikation; Umwelt und Nachhaltigkeit) einen relevanten Beitrag zur interdisziplinären Stadtforschung leisten. Weitere Informationen zu den Inhalten und  beteiligten Wissenschaftlern des Graduiertenkollegs finden Sie hier.

Neuerscheinung: Versorgung und Entsorgung der Moderne

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Wiebke Porombka, Heinz Reif und Erhard Schütz (Hrsg.):

Versorgung und Entsorgung der Moderne. Logistiken und Infrastrukturen der 1920er und 1930er Jahre

Peter Lang, Frankfurt a.M. u.a. 2011

Das frühe 20. Jahrhundert ist geprägt durch einen umfassenden Ausbau technischer und organisatorischer Funktionszusammenhänge und -ensembles, der sich quer durch alle öffentlichen Bereiche zieht. Die Erhöhung von Umschlaggeschwindigkeiten von Gütern, Personen und Informationen bei gleichzeitiger Vernetzung der technisch-materialen Bedingungen der Übermittlung lässt sich an der industriellen Massenverarbeitung, am Ausbau von Verkehrswegen, -techniken und -systemen genauso verfolgen wie an der Entwicklung des Pressewesens. In diesem Band werden Theorieansätze, Modelle und Einzelperspektiven untersucht, um die Wechselverhältnisse von Menschen und Netzwerken, technischen Systemen, sozialen Beziehungen und kollektiven Träumen in ihrer komplexen Komplementarität freizulegen.

Weitere Informationen

Neues Forschungsprojekt am CMS - gefördert von der Ernst-Reuter-Stiftung Berlin

Unter dem Titel „Ernst Reuter und das türkische Städtewesen. Forschung und Lehre im Exil 1936 - 1946" werden die beiden Projektleiter Prof. Dr. Heinz Reif und Prof. Dr. Dorothee Brantz (beide CMS, TU Berlin) in Kooperation mit der University of Ankara in Kürze das von der Ernst-Reuter-Stiftung Berlin geförderte Projekt am CMS beginnen. In Ernst Reuters Biografie ist die Geschichte seines türkischen Exils, in dem er aufgrund seiner Sprachbegabung schon früh in türkischer Sprache lehrte und publizierte, noch weithin eine terra incognita. Reuter hat in der Türkei, insbesondere seit der Übernahme einer Professur für Kommunalpolitik an der damaligen Hochschule für Politische Wissenschaften in Ankara 1938, kontinuierlich und außerordentlich produktiv zum türkischen Städtewesen geforscht und publiziert. In einer ersten Phase dieses mehrstufig angelegten Projekts werden die einschlägigen Bestände von Bibliotheken und Archiven in Ankara und Istanbul gesichtet und ein Werkverzeichnis erarbeitet, das mit Abstracts in deutscher, türkischer und englischer Sprache Reuters Publikationen, Reden und Vorlesungen der historischen Forschung zugänglich macht. Von besonderer Bedeutung wird es - auch für die Geschichte der Stadtforschung an der TU Berlin und seinem CMS - sein, die Berichte und ersten Satzungsentwürfe Ernst Reuters für das noch heute an der Universität Ankara bestehende Ernst Reuter Center aufzufinden. Mit dem Projekt setzt das CMS seine langjährigen Forschungen zur politischen Biographie Ernst Reuters fort.
Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier:
(PDF, 14,6 KB)

„Geschichtsspeicher Fichtebunker“: Junge StadtforscherInnen des MA-Studiengangs Historische Urbanistik präsentieren ihre Publikation

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Sein Gas brachte das kaiserzeitliche Berlin zum Leuchten, ab 1941 diente er als Luftschutzanlage, im Kalten Krieg lagerten dort Nahrungsmittel für den Ernstfall – der Gasometer Fichtebunker in Berlin-Kreuzberg ist ein faszinierender Geschichtsspeicher. Früher auch einmal Flüchtlingslager und Obdachlosenasyl, ist er heute eine exklusive Wohnlage. Rund 130 Jahre Stadtgeschichte lassen sich an dem Riesenbau ablesen. Ein Team von Studierenden des CMS begab sich im Sommersemester 2011 auf eine stadtarchäologische Reise zum Gasometer Fichtebunker. Sie recherchierten in Bibliotheken und Archiven, trafen auf Zeitzeugen, Experten und Enthusiasten. Die Publikation, die aus dem Projekt entstanden ist, erscheint am 10. November 2011 in der Edition Berliner Unterwelten: Interviews mit Zeitzeugen und Experten, Karikaturen, Pläne, Gedichte, Erzählungen und Fotos ergänzen die Kapitel zu einer anschaulichen Entdeckungsreise durch die Berliner Stadtgeschichte.

Dagmar Thorau/ Gernot Schaulinski (Hg.), Geschichtsspeicher Fichtebunker, Berlin: Edition Berliner Unterwelten, 2011, ISBN: 978-3943112108

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Hier bekommen Sie einen Überblick über die neu erschienenen Bücher, Artikel, Kapitel und Berichte von unseren Mitarbeitern und Stipendiaten, so wie das Archiv alle Publikationen seit 2004. mehr zu: Publikationen

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