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- © Center for Metropolitan Studies
Die Stadt ist unser Forschungsfeld. Seit dem Jahr 2004 forschen am Center for Metropolitan Studies (CMS) an der TU Berlin junge und erfahrene WissenschaftlerInnen gemeinsam in Forschungsprojekten, dem MA Studiengang „Historische Urbanistik“ und dem Transatlantischen Graduiertenkolleg zu historischen Entwicklungen und aktuellen Fragestellungen der Metropole. mehr zu:
Neues Internationales Graduiertenkolleg Berlin – New York – Toronto am CMS
„Die Welt in der Stadt: Metropolitanität und Globalisierung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ lautet der Titel des gerade von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligten international sowie interdisziplinär ausgerichteten Graduiertenkollegs, welches seinen Sitz an der Technischen Universität Berlin (Sprecherin Prof. Dr. Dorothee Brantz; Co-Sprecher Prof. Dr. Alexander Nützenadel, HU Berlin) hat. Das Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten in Berlin (TU, FU, HU Berlin), New York (Columbia University, Fordham University, New York University, The City University of New York) und Toronto (University of Toronto, York University) wird ab Frühjahr 2012 in einem ersten Dreijahreszyklus 12 Stipendiaten und zwei Postdocs aufnehmen, um den Dialog zwischen der Geschichtswissenschaft und der interdisziplinären Stadtforschung zu vertiefen: Während Stadtforscher Globalisierung hauptsächlich als zeitgenössisches Phänomen auffassen, haben diejenigen Historiker, die sich mit den längerfristigen Prozessen der Globalisierung beschäftigen, noch kaum die spezifische Rolle von Städten in den Blick genommen. Das Kolleg möchte diese Forschungslücke schließen und in insgesamt vier Themenfeldern (Architektur und Städtebau; Migration und Mobilität; Wissen und Kommunikation; Umwelt und Nachhaltigkeit) einen relevanten Beitrag zur interdisziplinären Stadtforschung leisten. Weitere Informationen zu den Inhalten und beteiligten Wissenschaftlern des Graduiertenkollegs sowie zu den Stellenausschreibungen finden Sie hier.
Neuerscheinung: Versorgung und Entsorgung der Moderne
Wiebke Porombka, Heinz Reif und Erhard Schütz (Hrsg.):
Versorgung und Entsorgung der Moderne. Logistiken und Infrastrukturen der 1920er und 1930er Jahre
Peter Lang, Frankfurt a.M. u.a. 2011
Das frühe 20. Jahrhundert ist geprägt durch einen umfassenden Ausbau technischer und organisatorischer Funktionszusammenhänge und -ensembles, der sich quer durch alle öffentlichen Bereiche zieht. Die Erhöhung von Umschlaggeschwindigkeiten von Gütern, Personen und Informationen bei gleichzeitiger Vernetzung der technisch-materialen Bedingungen der Übermittlung lässt sich an der industriellen Massenverarbeitung, am Ausbau von Verkehrswegen, -techniken und -systemen genauso verfolgen wie an der Entwicklung des Pressewesens. In diesem Band werden Theorieansätze, Modelle und Einzelperspektiven untersucht, um die Wechselverhältnisse von Menschen und Netzwerken, technischen Systemen, sozialen Beziehungen und kollektiven Träumen in ihrer komplexen Komplementarität freizulegen.
Aktuelle Tagungen und Tagungsberichte
Neue Städte für einen neuen Staat. Edgar Salin und das "Israel-Projekt" der List Gesellschaft 1958-1967.
Internationales Symposium vom 2. bis 4. Dezember 2011 in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin
Weitere Informationen:
Homepage
Einladung: deutsch (PDF, 413,5 KB)/englisch (PDF, 411,8 KB)
Kriegszerstörungen und Wiederaufbau von Bauwerken und historischen Stadtzentren in Italien und Deutschland (1940-1955).
Brescia (Italien), 23.-25. November 2011.
„Geschichtsspeicher Fichtebunker“: Junge StadtforscherInnen des MA-Studiengangs Historische Urbanistik präsentieren ihre Publikation
Sein Gas brachte das kaiserzeitliche Berlin zum Leuchten, ab 1941 diente er als Luftschutzanlage, im Kalten Krieg lagerten dort Nahrungsmittel für den Ernstfall – der Gasometer Fichtebunker in Berlin-Kreuzberg ist ein faszinierender Geschichtsspeicher. Früher auch einmal Flüchtlingslager und Obdachlosenasyl, ist er heute eine exklusive Wohnlage. Rund 130 Jahre Stadtgeschichte lassen sich an dem Riesenbau ablesen. Ein Team von Studierenden des CMS begab sich im Sommersemester 2011 auf eine stadtarchäologische Reise zum Gasometer Fichtebunker. Sie recherchierten in Bibliotheken und Archiven, trafen auf Zeitzeugen, Experten und Enthusiasten. Die Publikation, die aus dem Projekt entstanden ist, erscheint am 10. November 2011 in der Edition Berliner Unterwelten: Interviews mit Zeitzeugen und Experten, Karikaturen, Pläne, Gedichte, Erzählungen und Fotos ergänzen die Kapitel zu einer anschaulichen Entdeckungsreise durch die Berliner Stadtgeschichte.
Auf einer Pressekonferenz wird die Publikation der Öffentlichkeit vorgestellt: Donnerstag, 10.11.2011, 11 Uhr im Gasometer Fichtebunker, Fichtestraße, 10967 Berlin.
Dagmar Thorau/ Gernot Schaulinski (Hg.), Geschichtsspeicher Fichtebunker, Berlin: Edition Berliner Unterwelten, 2011, ISBN: 978-3943112108
Pressematerial
Neues Forschungsprojekt am CMS - gefördert von der Ernst-Reuter-Stiftung Berlin
Unter dem Titel „Ernst Reuter und das türkische Städtewesen. Forschung und Lehre im Exil 1936 - 1946" werden die beiden Projektleiter Prof. Dr. Heinz Reif und Prof. Dr. Dorothee Brantz (beide CMS, TU Berlin) in Kooperation mit der University of Ankara in Kürze das von der Ernst-Reuter-Stiftung Berlin geförderte Projekt am CMS beginnen. In Ernst Reuters Biografie ist die Geschichte seines türkischen Exils, in dem er aufgrund seiner Sprachbegabung schon früh in türkischer Sprache lehrte und publizierte, noch weithin eine terra incognita. Reuter hat in der Türkei, insbesondere seit der Übernahme einer Professur für Kommunalpolitik an der damaligen Hochschule für Politische Wissenschaften in Ankara 1938, kontinuierlich und außerordentlich produktiv zum türkischen Städtewesen geforscht und publiziert. In einer ersten Phase dieses mehrstufig angelegten Projekts werden die einschlägigen Bestände von Bibliotheken und Archiven in Ankara und Istanbul gesichtet und ein Werkverzeichnis erarbeitet, das mit Abstracts in deutscher, türkischer und englischer Sprache Reuters Publikationen, Reden und Vorlesungen der historischen Forschung zugänglich macht. Von besonderer Bedeutung wird es - auch für die Geschichte der Stadtforschung an der TU Berlin und seinem CMS - sein, die Berichte und ersten Satzungsentwürfe Ernst Reuters für das noch heute an der Universität Ankara bestehende Ernst Reuter Center aufzufinden. Mit dem Projekt setzt das CMS seine langjährigen Forschungen zur politischen Biographie Ernst Reuters fort.
Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier:
(PDF, 14,6 KB)
Buchpräsentation: Adolf Sommerfeld: Bauen für Berlin, am 27. Juni 2011
Zeit: Montag, 27. Juni, 20.00 Uhr c.t.
Ort: Architekturgebäude der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz, Raum A 053
Veranstaltung im Rahmen des Berliner Kolloquiums zur Bauforschung und
Denkmalpflege
Einladung (PDF, 1,7 MB)
Celina Kress
Adolf Sommerfeld | Andrew Sommerfield
Bauen für Berlin 1910-1970
(Einzelveröffentlichung des Landesarchivs Berlin, hrsg. von Uwe Schaper)
Lukas Verlag, Berlin, 286 Seiten, 300 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-86732-081-8
Innovative Bauprodukte und rationelle Fertigungsweisen sicherten dem Zimmermann und Baumeister Adolf Sommerfeld ab 1910 erste wirtschaftliche Erfolge und ermöglichten den Aufbau eines Baukonzerns. In der Weimarer Zeit gehörte der Unternehmer zu den Schlüsselfiguren der Berliner Stadtentwicklung. Neben wichtigen Bauvorhaben im Zentrum - wie dem Umbau der Krolloper und des Sportpalasts - entwickelte er die »Waldsiedlung Onkel-Toms-Hütte« in Zehlendorf und die »Bürgerhaussiedlung« in Kleinmachnow. Er arbeitete mit namhaften Architekten der Berliner Moderne, unter ihnen Bruno Taut, Otto Rudolf Salvisberg, Oskar Kaufmann, Erich Mendelsohn und Richard Neutra. Bedeutend war seine professionelle und freundschaftliche Beziehung zu Walter Gropius und dem Bauhaus, die im privaten Wohnhaus Sommerfelds ihren sichtbarsten Ausdruck fand. In dem expressionistischen Holzblockhaus waren auch Politiker wie Otto Braun, Ernst Reuter und Martin Wagner häufig zu Gast.
Die Naziherrschaft bereitete der Karriere des unkonventionellen Unternehmers in Berlin ein jähes Ende. Bereits im Frühjahr 1933 wurde Sommerfeld mit seiner Familie aus Deutschland vertrieben. Seines privaten und gesamten Firmenvermögens beraubt, setzte er seine Tätigkeit unter schwierigen Bedingungen im Exil in Palästina und England fort. Nach dem Krieg kehrte er unter dem in England angenommenen Namen Andrew Sommerfield nach Deutschland zurück. Mit seinen mühsam zurückerhaltenen Baufirmen beteiligte er sich am Wiederaufbau Berlins.
Die faszinierende Biographie Adolf Sommerfelds bietet vielseitige Einblicke in die wechselvolle bauliche und gesellschaftliche Entwicklung der Metropole Berlin im 20. Jahrhundert.
STADTVISIONEN 1910|2010 in London
Vom 9. April bis zum 14. Mai 2011 wird eine englische Version der Ausstellung STADTVISIONEN 1910|2010 in Dalston im Londoner Stadtbezirk Hackney zu sehen sein. Wir würden uns freuen, Sie auch dort als Besucher begrüßen zu dürfen!
Der Transfer der Ausstellung wurde vom Architekturmuseum der TU Berlin und unserem Partner in London, der Städtebauabteilung des Londoner Bürgermeisters ‚Design for London', vorbereitet und maßgeblich durch Cordelia Polinna organisiert. Zusätzliche Informationen finden Sie auf den Seiten von Design for London
Ausstellung "Große Wohnsiedlungen des 20. Jahrhunderts"
Ausstellungseröffnung am 11. April 2011, 16 Uhr im CMS
Berliner Wohnsiedlungen der 1920er Jahre zählen heute zum Weltkulturerbe. Auch die hier vorgestellten Siedlungen lohnen einer tiefergehenden Betrachtung. Sie sind beispielhaft für verschiedene Epochen und Ausformungen des Berliner Siedlungsbaus und spiegeln zugleich dessen Kontinuitäten wider.
Die vom späteren Berliner Stadtbaurat Martin Wagner erbaute Lindenhofsiedlung in Tempelhof darf als Vorreiter des sozialen Wohnungsbaus gelten. Das in den 1950er Jahren aus Anlass der Westberliner Interbau errichtete Hansa-Viertel wird bis heute als ein herausragendes Exempel der städtebaulichen Nachkriegsmoderne gefeiert. Der als „sozialistisch“ erbaute Wohnkomplex Fennpfuhl in Lichtenberg und der jüngst energetisch und gemeinschaftsorientiert sanierte Meller Bogen in Reinickendorf, die beide im Wesentlichen in den 1970er Jahren in mehrgeschossiger Bauweise realisiert wurden, können als – über lange Zeit hinweg unterschätzte – Beispiele für ein insgesamt krisenfestes und zukunftsfähiges Segment des Berliner Wohnungsmarktes gewertet werden.
Die Ausstellung schlägt einen Bogen vom geschichtlichen Rückblick auf die Entstehungszeit, über die bauliche und soziale Entwicklung bis zu Ideen und Perspektiven für die Zukunft der vier Stadtquartiere.
Workshop "Gefüge, Kollektive und Dispositive"
Gefüge, Kollektive und Dispositive. Zum ›Infrastrukturalismus‹ des Gesellschaftlichen
18./19. März 2011 Center for Metropolitan Studies, TU Berlin
Entgegen der dominanten Hinwendung poststrukturalistischer Kultur- und Sozialwissenschaften zu Phänomenen des Unscharfen, Brüchigen und Ambivalenten untersucht die Theoriewerkstatt Kategorien sozialer und kultureller Verfestigung, Kristallisation und Vereindeutigung.
Neben den foucaultschen Dispositiven und latourschen Kollektiven soll es auch um den von Gilles Deleuze entwickelten Begriff des Gefüges gehen, welcher für die die Sozial- und Kulturwissenschaft neu entdeckt werden könnte: Das Gefüge-Konzept erlaubt, die Sozialität stiftende, etablierende, stabilisierende Funktion der ‚großen‘ Artefakte und Infrastrukturen zu berücksichtigen; und diese in die Netze von Praktiken und Diskursen sowie deren Subjekt- und Sozialformungen einzubeziehen.
Damit lassen sich auch Strategien und Taktiken sowie die Territorien, die solche infrastrukturellen Gefüge etablieren, in den Blick nehmen. So wird die materielle Infrastruktur zum Testfall jeder kultursoziologischen und -philosophischen Theorie, der zufolge es ja das Symbolische ist, in dem sich Gesellschaft herstellt.
Programm (PDF, 116,5 KB)
Zusatzinformationen / Extras
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